02. Sep. 2017

Sero

Ich bin 1992 in Berlin-Schöneberg geboren. Mein Vater ist Tunesier, meine Mutter Deutsche. Ich war schon immer der blonde Araber. Am Anfang war das lustig, aber irgendwann wurde die Frage nach der Identität zum Problem. Mein Vater sah immer anders aus als ich, hatte dunklere Haare und einen Bart. Natürlich war er mein Vorbild, aber es war trotzdem seltsam, weil ich mich weder als Deutscher noch als Araber gefühlt habe. Auch wenn man Klischees nicht mag, versucht man doch unbewusst, ihnen zu entsprechen.

Ich hatte eine ganz klare Vision von meinem Sound und meinem Style. Rap war für mich immer das perfekte Ventil, um Aggressionen und Wut rauszulassen – vor allem nicht nur mit der Stimme, sondern auch mit den Beats. Klar gibt es gute Produzenten, aber musikalisch hatte mir das alles noch nicht genug Wumms.

Ich finde, die meisten nehmen nur von Rap. Aber mir hat Rap so viel gegeben, dass ich etwas zurückgeben möchte. Natürlich hat sich das Genre weiterentwickelt und einen großen Schritt gemacht, aber es ist noch so viel mehr möglich – das werde ich jetzt zeigen.“ – Sero

Wo?
Blaues Zimmer