Trinity Music präsentiert:

SOMOS GUERRERAS – Rebeca Lane & Audry Funk & Nakury


Donnerstag, 04. Juli 2019

Beginn: 20:00 | Einlass: 19:00

Schwarzes Zimmer
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„‚Con la mano pa‘ arriba‘, rufen Dutzend Frauen vor der Bühne am Bazar del Monu in Ciudad Juárez – und strecken einen Arm in die Höhe. Die meisten singen den Text von ‚Estilo Natural‘ mit und verfolgen jede Bewegung der Frau auf der Bühne. Rebeca Lane heisst die 31-Jährige aus Guatemala, die mit melodischem Rap, intelligenten Texten und kräftiger Stimme für die Rechte der Frauen in Mittelamerika eintritt. Sie hat gerade die ereignisreichste Reise ihrer Karriere hinter sich. Auf der Somos GuerrerasTour (Wir sind Kriegerinnen) war sie zwei Monate unterwegs mit Audry Funk, einer Kollegin aus Mexiko, sowie mit Nakury und Nativa aus Costa Rica. Die vier traten in Mittelamerika und Mexiko auf, um auch zu diskutieren und zu informieren. Für jedes Land hatte das Rapperinnen-Quartett eine Woche einkalkuliert. Die Auftritte haben für Aufsehen gesorgt und auch den lokalen Raperas Mut gemacht.“ (Neue Zürcher Zeitung, 2016)

„Beim Hip-Hop stehen die Frauen in Mittelamerika im Schatten der Männer. Das wollen wir ändern und allgemein auf die prekäre Situation der Frauen hinweisen. Feminismus und der Kampf für Frauenrechte sind für mich die zentralen Themen, weil Frausein in Zentralamerika bedeutet, in einem permanenten Krieg zu leben. Im Feminismo Communitario werden die Kämpfe um Territorien mit der Verteidigung des weiblichen Körpers verbunden. Das ist indigenen Frauen zu verdanken, die seit Langem gemeinsam mit ihren männlichen Compañeros im Kampf um Territorien, Land und Flüsse organisiert sind.“ (Rebeca Lane) „Zu wissen, dass da noch andere sind, von denen man etwas lernen kann, das hilft“, ergänzt Audry Funk, die wie Rebeca Lane und ihre Kollegin Nakury mit Kindern, Jugendlichen und jungen Frauen arbeitet. Rap als Sozialarbeit, sozusagen – in den mittelamerikanischen Klassengesellschaften mit großer Armut, unvorstellbarer Gewalt und traditionellem Machismos ist das extrem wichtig und wertvoll.

Nun werden die drei Rapperinnen aus Mittelamerika das erste Mal gemeinsam mit ihrem Tourneeprojekt „Somos Guerreras!“ auch in Europa auf Tour gehen. Rebeca Lane (Guatemala), Soziologin und „eine der angesagten Rapperinnen der Region“ („taz“), hat sich in Europa bereits einen Namen gemacht, ihre Konzerte in Berlin, Köln, Zürich, Paris, Kopenhagen oder Barcelona sind sehr gut besucht, sie hat etliche Festivalauftritte absolviert und in Workshops und Lectures über die Rolle des HipHop und die Rolle der Frauen in Mittelamerika informiert. Die 29-jährige Audry Funk (Mexico) rappt seit 15 Jahren; sie stammt aus der mexikanischen Autostadt Puebla, wo sie Philosophie studierte, und lebt heute in der Bronx (NYC). In der mexikanischen (und zunehmend auch der US-amerikanischen) Rap-Szene ist sie eine große Nummer. „Ähnlich wie Rebeca Lane hat sie eine Stimme, die zu mehr taugt als nur zum Rappen. Ihr geht es vor allem darum, ihre Message in die Welt zu tragen: ‚Wir müssen unsere Rechte als Frauen durchsetzen.‘ Dafür singt sie, darüber diskutiert sie. Soulige R’n’BStücke gehören bei beiden zum Repertoire“, attestierte die „Neue Zürcher Zeitung“. Auch Nakuri (Costa Rica) ist nicht „nur“ Rapperin – sie bezeichnet sich zudem als „MC, Aktivistin, Kulturmanagerin und Dokumentarfilmerin“. Sie begann ihre Karriere in der HipHop-Szene mit Graffiti und Breakdance, bis sie die Welt der Rhymes immer mehr faszinierte. Mittlerweile gehört sie zu den führenden Rapperinnen Mittelamerikas, war in Mittelamerika und in den USA auf Tournee und trat auch bereits bei Festivals in Europa auf und produzierte HipHop-Sets für die BBC. Nakuri organisiert mit ihrer Produktionsfirma Union Break u.a. eines der größten HipHopFestivals in Mittelamerika; außerdem führte sie Regie beim Dokumentarfilm „Somos Guerreras“ (2014).

Dies ist wahrscheinlich typisch für die starken Frauen der mittelamerikanischen HipHopSzene: Die Selbstermächtigung, das Schaffen eigener Strukturen, seien es Clubs, Plattenfirmen, Festivals, feministische Kulturzentren oder Stätten alternativer Bildungsarbeit. Sie sind eben „Kriegerinnen“, und sie wissen, was sie tun…

Alle drei Künstlerinnen, auf Europatour unterstützt von Opening Act Zaki (El Salvador) und von DJ Barzo (Costa Rica), sind großartige Live-Performerinnen, die ihre raffinierten Lyrics mit starker Bühnenpräsenz zum Besten geben. Sie werden klarmachen: Hip-hop isn’t dead – it’s just been learning Spanish!

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Rebeca Lane, Audry Funk und Nakuri stehen im Rahmen dieser Tournee auch für Lectures und Workshops zur Verfügung: „Hip Hop and feminism in Central America“ (Rebeca Lane) „POC immigration in the United States of Trump“ (Audry Funk) „Promoting Peace through Art“ (Nakuri)

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„How Latin-American women are changing hip-hop. Guatemala City rapper Rebeca Lane has a similar experience of the Latin American hip-hop scene. In her 2012 song ‘Bandera Negra’ (‘Black Flag’) she takes a swipe at Latino MCs who use misogynist and homophobic language to insult one another, or who make puerile boasts about their huevos (eggs, meaning balls): ‘I’ve got a million eggs in each ovary. That doesn’t make me any more of a woman, or you less of a man,’ raps Lane. ‘The level of gender violence in freestyle rhyming battles, and in mainstream rap, can be horrific,’ she adds. Lane and Roja are part of a new generation of Latin American female MCs whose lyrics touch on some of the issues facing the region’s women – and celebrate the resilience and sheer huevos it takes to exist as a woman at all. The issues in question include a deeprooted lack of equality; inadequate access to healthcare, sex education, contraception and abortion; human trafficking; domestic and public violence, rape and femicide. (…) The hip-hop scene in Guatemala, she says, has played a healing role for some of the postwar generation: ‘It gives young people ways of organizing beyond armed conflict, beyond military or gang violence.’ Hip-hop itself was born in a similar atmosphere, Lane notes, ‘in the Bronx in the 1970s, once the gang wars had subsided.’” (The Guardian)


Latest albums and videos:
Please note there will be an album of Somos Guerreras in spring 2019.
First video to be released by Dec. 1st, 2018.

Rebeca Lane: Obsidiana (Flowfish)
“Obsidiana” (Video) https://youtu.be/j_p7a3M2b3g
“Alma Mestiza” (Video) https://youtu.be/P8Y0BB7kh2c

Nakury: VIA “Necesario” https://youtu.be/hBpVr9GxLWU

Audry Funk: Autogestión y Resistencia “Hija del Subdesarrollo” https://youtu.be/-1zKqJknLEI


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